Bedeutung des Schlafs

Ausreichender und erholsamer Nachtschlaf ist absolut bedeutend für uns Menschen. Warum und wie unser Gehirn während des Schlafes regeneriert, untersuchen Schlafforscher seit Jahrzehnten. Der nächtliche Schlaf besteht aus verschiedenen, sich abwechselnden Schlafphasen, die sich durch EEG Wellen unterschiedlich darstellen lassen, wobei sich unterschiedliche Tiefschlafphasen von Phasen leichteren Schlafes unterscheiden.

Veränderter Schlaf im Laufe des Lebens

Sowohl die Schlafmenge als auch die Verteilung der Schlafphasen ändert sich über das Lebensalter: Säuglinge brauchen noch etwa dreimal so viel Schlaf wie Erwachsene und dabei besteht der Anteil ihres Schlafes auch zu 75% aus den sogenannten REM-Tiefschlafphasen, im Vergleich zu 25% bei Erwachsenen. Dabei scheint vor allem die Reifung des Gehirns ein wichtiger Grund für die veränderten Schlafbedürfnisse und -anteile zu sein.

Wenn Sie wieder so schlafen können, ist alles in Ordnung!

Im Schlaf lernen

Das Lernen, also Abspeichern von neuem Wissen in die Langzeitspeicher des Gehirns, findet in den REM Schlafphasen statt, wie man heute weiß. Deshalb ist es sowohl für das sich entwickelnde Gehirn als auch für das Gehirn von Erwachsenen absolut essentiell, dass die verschiedenen Schlafphasen auch in ihrer Dauer und Qualität durchlaufen werden. Auch Schlafapnoe ist ein Thema, das die Qualität und Quantität des Schlafes beeinflusst und unbedingt Beachtung finden sollte.

Regeneration des Gehirns

Im Hippocampus wird jedoch nicht aktiv Wissen abgespeichert im Schlaf, dort erfolgt jedoch eine Regeneration der Synapsen und ein Abbau des ß-Amyloids. Untersuchungen an Ratten zeigen, dass eine Verhinderung von REM-Schlafphasen die Neubildung von Nervenzellen im Hippocampus blockiert (Guzman-Marin, R. et al.: “Rapid eye movement sleep derivation contributes to reduction of neurogenesis….of the adult rat” Sleep V. 31, 2008…).

Der extrazelluläre Raum zwischen den Gehirnzellen wird während des Schlafes geweitet und vermehrt von Kalzium- und Magnesiumionen durchspült. Dies scheint eine Art Reinigung des Gehirns zu bewirken. (Dale Bredeson: Die Alzheimer-Revolution, S.157)

Einflussfaktoren auf den REM Schlaf

Manche Medikamente und auch Alkohol bedingen veränderte Schlafphasen und weniger REM Schlafphasen, was ebenfalls eine Verschlechterung der Regeneration und Neubildung von Nervenzellen bewirkt. Auch Schlafapnoe ist ein Thema, das die Qualität und Quantität des Schlafes beeinflußt und unbedingt Beachtung finden sollte.

Wie viel Schlaf brauchen wir?

Die Meinungen zu diesem Thema gehen auseinander und liegen zwischen 7 und 10 Stunden pro Nacht. Dabei ist es entscheidend zu bedenken, dass wir Individuen sind und sicherlich auch die benötigte Schlafenszeit von Mensch zu Mensch variiert. Aber wenn Sie sich morgens wie gerädert fühlen und nicht erholt, dann stimmt entweder Ihre Schlafdauer oder die Schlafqualität für Sie nicht.

Die Dinge oder Tätigkeiten machen die Nacht zum Tage

  • Helles Licht, insbesondere künstliches Licht mit hohem Blauanteil (Bildschirme, Smartphones, Tablets, billige LEDs, bestimmte Leuchtstoffröhren)
  • Fernsehen
  • Nachtarbeit
  • Nicht Abschalten können

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