Das Gehirn hat einen hohen Sauerstoffbedarf und gleichzeitig einen hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fetten (Lipiden), welche besonders anfällig für Lipidperoxidation sind. Bei der Lipidperoxidation entstehen freie Radikale, durch die wiederum vor allem Lipide in der Zellmembran geschädigt werden. Eine Art Kettenreaktion kann entstehen.

Darüber hinaus sorgt der Alterungsprozess für morphologische und physiologische Veränderungen im Gehirn, die zu einer höheren Produktion von reaktiven Sauerstoffspezies (freien Radikalen) und einer Abnahme der antioxidativen Kapazität führen. Um die zytotoxischen Aktivitäten der freien Radikale zu bekämpfen, sind die Zellen mit einer Vielzahl von antioxidativen Abwehrmechanismen ausgestattet, darunter antioxidative Enzyme wie Katalase und Glutathionperoxidase sowie radikalfangende Stoffe wie Vitamin C und Vitamin E.

Antioxidantien können wirken, indem sie Oxidantien, wie freie Radikale und Metallionen, minimieren oder indem sie zugrundeliegende Kettenreaktionen stören. Damit werden dann durch die Antioxidantien die zelteigenen Abwehrmechanismen optimiert.

Vitamin C und Vitamin E

Vitamin E (Tocopherole und Tocotrienole) ist das wichtigste membrangebundene fettlösliche Antioxidans, und Vitamin C (Ascorbinsäure) ist ein wichtiges wasserlösliches Antioxidans, das Lipoproteine niedriger Dichte vor Oxidation schützt. In vitro-Studien (Verhalten der Stoffe im Reagenzglas) deuten darauf hin, dass Antioxidantien, einschließlich der Vitamine C und E, womöglich die unphysiologischen Veränderungen des Tau-Proteins, die mit AD in Verbindung gebracht werden, verhindern können. Darüber hinaus wurde Vitamin E mit einer reduzierten Sterberate von Nervenstellen im Hippokampus in Verbindung gebracht.

Es scheint jedoch einen synergistischen Zusammenhang zwischen der Wirkung von Vitamin C und E zu geben, so dass davon auszugehen ist, dass die Supplementierung beider Vitamine zusammen erst effektiv für die Gehirngesundheit und die positive Wirkung bei der AD ist. Um ganz sicher zu sein sind aber noch weitere Studien nötig.

Beachten Sie:

Das in Nahrungsergänzungsmitteln enthaltene Vitamin E ist in der Regel synthetisch und besteht nur aus einer von acht natürlichen Isoformen (Alpha-Tocopherol), Vitamin E aus Nahrungsquellen sollte also hier Vorrang haben: Diese enthalten zudem wichtige Komponenten und phytochemische Substanzen, die miteinander interagieren, ihre positive Wirkung gegeneinander verstärken und verschiedene Kombinationen von Tocopherol und Tocotrienolformen liefern, die eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung von AD spielen können.

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