Zusammenfassend ergibt sich in Bezug auf Vitamin D und Sonne bei Demenz das folgende Bild:

Vitamin D ist ein Neurosteroid-Hormon welches:

  • immense neurophysiologische Wirkungen hat,
  • definitiv neuroprotektiv wirkt und
  • ebenso vaskulär-protektive Eigenschaften hat (Schlaganfallprävention).

Ein Vitamin D-Mangel bedeutet:

  • ein deutlich erhöhtes Risiko für einen allgemeinen kognitiven Verfall,
  • einen verstärkten Verlust von Exekutivfunktionen des Gehirns (Verhaltenssteuerung unter Berücksichtigung der Umwelt) und
  • eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für das Entwickeln beziehungsweise den Ausbruch einer Alzheimer-Demenzerkrankung.

In Bezug auf Interventionsprojekte mit Vitamin D-Gaben sind noch nicht alle Details geklärt, aber schon heute lautet das Fazit:

Eine erhöhte Aufnahme von Vitamin D durch die Ernährung oder Supplemente verbessert die kognitive Leistung, reduziert das Risiko von Alzheimer signifikant und vermindert potentiell den Abbau der  kognitiven Fähigkeiten bei Personen, bei denen schon eine Demenzerkrankung diagnostiziert wurde.

So berichtete Dr. med. Cédric Annweiler, vom Angers University Hospital in Paris, auf der  Konferenz „Die Rolle der Ernährung bei Demenz – Prävention und Behandlung“, bei der New Yorker Akademie der Wissenschaften schon im Jahr 2015, dass ein internationales Expertengremium die folgenden drei Fragen:

  • Kann ein Vitamin D-Mangel als Risiko für den Ausbruch von kognitiven Störungen und Alzheimer-Demenzverstanden werden?
  • Kann der Vitamin D-Status eine Erklärung für die Variabilität in den Symptomen der Alzheimer-Demenz bei älteren Patienten sein?
  • Sollte Vitamin D-Gabe Teil des Krankheitsmanagement bei kognitiven Erkrankungen und Alzheimer-Demenz sein?

eindeutig mit “Ja” beantwortet!


Mehr Informationen zum Thema Vitamin D und Alzheimer auch bei unserem Partnerprojekt „Die SonnenAllianz“…

….insbesondere auf der Seite: Alte Menschen….

sowie unter:

Alzheimer, Demenz und kognitiver Leistungsverfall!

Leider sind auch diese Erkenntnisse in unseren heutigen Seniorenheimen und Pflegeeinrichtungen nahezu unbekannt.

Also gilt das Motto: raus in die Sonne, Vitamin D-reiche Nahrung genießen (auch wenn die Mengen aus diesen Quellen ausgesprochen limitiert sind) und vor allem den fehlenden Bedarf supplementieren (unter Kontrolle des Vitamin D-Blutspiegels mit einem Zielwert von rund 60 ng/ml).

Bei älteren Frauen können schon 800 I.E. Vitamin D täglich, über lange Zeiträume eingenommen (in diesem Fall 7 Jahre), eine Reduktion des Alzheimer-Risikos um einen Faktor 5 bedeuten, wie eine nicht placebo-kontrollierte Studie zeigt.

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