Was bedroht unser Gehirn?

Toxine waren immer schon ein Teil unserer Lebenswelt. Aber die sowohl die Art der Toxine als auch ihre Menge haben sich im Laufe der letzten Jahrzehnte und Jahrhunderte verändert:

  • Pestizide und Fungizide werden in der in der Landwirtschaft genutzt
  • Schwermetalle, wie zum Beispiel das Quecksilber, finden sich in klassischen Amalgamfüllungen unserer Zähne
  • Chemische Stoffe sind zum Beispiel in Lösungesmitteln, Lacken und Farben zu finden
  • Feinstaub finden wir in der Luft
  • Mikroplastik ist schon in unseren Körpern zu finden, im Wasser, im Boden
  • Mykotoxine, wie zum Beispiel die Schimmelpilze, die sich in feuchten Gebäuden bilden
  • Für Zigaretten und Alkohol sorgen wir in ausreichendem Maße selber
  • Medikamente haben verschiedenste (Neben-)Wirkungen
  • Strahlung hat wahrscheinlich einen Einfluss auf unsere Körperzellen, in welcher Form können wir noch nicht letztendlich sagen
  • Über 500 Zusatzstoffe werden verarbeiteten Nahrungsmitteln zugesetzt

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Toxine auf das Gehirn wirken können, direkt und indirekt. Um direkt wirken zu können, müssen Stoffe die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Diese Barriere ist normalerweise sehr wirksam, sie schützt unser Gehirn vor allen möglichen Substanzen und nur ausgewählte Moleküle können sie passieren. Nun kann aber der Blut-Hirn-Schranke dasselbe Schicksal ereilen, das wir auch bei der Darmflora beobachten können: Sie kann undicht werden! Genau dieser Effekt ist in Gehirnen von Alzheimer Patienten beobachtet worden. Dort wurden Pathogene gefunden, wie zum Beispiel Herpesviren, Orale Bakterien ( P. Gingivales = Parodontitiskeim) und Pilze. Wenn die Barriere undicht wird, können ggf. auch anderer Stoffe ins Hirn eindringen und die Strukturen direkt gefährden. Es gibt Wissenschaftler, die davon ausgehen, dass die Amyloid Plaques ein Schutz des Gehirns vor Toxinen und Pathogenen sein könnte. Einfach nur die ß-Amyloidplaques zu entfernen würde dann bedeuten, dass Gehirn noch schutzloser den Eindringlingen auszuliefern. Eventuell ist dies einer der Gründe, warum bisherige Versuche in dieser Richtung keine wirklichen Erfolge erzielt haben.

Eine weitere Möglichkeit, wie Toxine auf das Gehirn wirken ist ein indirekter Weg über Entzündungen. Wenn das ganze System stetig und ständig gegen verschiedenste Toxine ankämpft, dann ist unser Immunsystem aktiviert und provoziert eine Entzündung. Eine chronische Entzündung wirkt in vielfältiger Weise auf den gesamten Organismus und beeinträchtigt die gesamte Stoffwechselsituation. Dies kann auf Dauer zu einem Energiemangel im Gehirn führen und dies begünstigt wiederum die Demenz.

Was tun?

Der erste Schritt ist natürlich, herauszufinden, ob und was für eine mögliche Toxinüberbelastung auf den Organismus wirkt. Bluttests geben beispielsweise Auskunft Schwermetalle wie Aluminium, Quecksilber und Cadmium. Eben diese Stoffe wurden in einer Studie zum Beispiel vermehrt im Blut von Alzheimerpatienten gefunden im Vergleich zu einer Kontrollgruppe gefunden (Xu 2018).

Im zweiten Schritt sollten die Toxine aus der Umgebung entfernt werden beziehungsweise der Alzheimerpatient aus der „toxischen“ Umgebung.

Anschließend muss eine Entgiftung dafür sorgen, dass die Toxine so gut wie möglich aus dem Körper entfernt werden.

Referenzen

Xu, L. et al. (2018) ‘Circulatory Levels of Toxic Metals (Aluminum, Cadmium, Mercury, Lead) in Patients with Alzheimer’s Disease: A Quantitative Meta-Analysis and Systematic Review’, Journal of Alzheimer’s Disease, 62(1), pp. 361–372. doi: 10.3233/JAD-170811.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29439342

 

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